Zertifizierung

In vielen Bereichen der Medizin sind in den letzten Jahren krankheitsorientierte interdisziplinäre Kompetenzzentren gebildet worden (Trauma-Center, Onkologische Zentren, Gefäßzentren u.a.).

Die Motive zur Zentrumsbildung sind dabei vielfältig:

  • Verbesserung der Qualität durch fachübergreifende Patientenversorgung
  • Stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung
  • Bessere Positionierung in einem zunehmend kompetitiven und ökonomisch ausgerichteten Gesundheitssystem
  • Optimale Außendarstellung durch Erweiterung des Diagnose- und Therapiespektrums

Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin bietet in Kooperation mit der Privaten Akademie DGG die Zertifizierung von Gefäßzentren. Zur Gewährleistung der mit dem Begriff „Gefäßzentrum“ verbundenen Qualität ist es notwendig, personelle, apparative und therapeutische Standards zu definieren.

Zur Zertifizierung muss ein schriftlicher Antrag eingereicht werden, der nach Sichtung der Antragsunterlagen an die Sektion Zertifizierung weitergeleitet wird. Die Sektion entscheidet über das Audit und bestimmt den Auditor für die Zertifizierung. Nach erfolgreichem Audit wird der Antragsteller offiziell als zertifiziertes Gefäßzentrum anerkannt und dementsprechend gelistet. Die bisher zertifizierten Gefäßzentren sind auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin aufgelistet.

Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin erwies sich als Pionier und Innovator mit der bahnbrechenden Idee, eine interdisziplinäre Zertifizierung von Gefäßchirurgie, Radiologie und Angiologie durchzuführen, die 2004 begonnen wurde und in ihrer Form erstmalig und einzigartig war. Viele Fachgesellschaften kommen auf die Gefäßchirurgie zurück, wenn es um Rat zum Thema der Zertifizierung geht. Die Krankenkassen in den Bundesländern Berlin, Rheinland-Pfalz und Saarland haben die Zertifizierung in ihrer Krankenhausplanung integriert.

  • Prof. Dr. med. Markus Steinbauer, Leitung (Regensburg)
  • Prof. Dr. med. Klaus Balzer (Mülheim)
    Prof. Dr. med. Thomas Bürger (Kassel)
    Dr. med. Hans-Joachim Florek (Freital)
    Prof. Dr. med. Jörg Heckenkamp (Osnabrück)
    Prof. Dr. Thomas Hupp (Stuttgart)
    Dr. med. Hans-Peter Niedermeier (München) 
    PD Dr. med. habil. Ralph-Ingo Rückert (Berlin)
    Prof. Dr. med. Thomas Schmitz-Rixen (Frankfurt/Main)
    Prof. Dr. med. Heiner Wenk (Bremen)