Zertifizierung

In vielen Bereichen der Medizin sind in den letzten Jahren krankheitsorientierte interdisziplinäre Kompetenzzentren gebildet worden (Trauma-Center, Onkologische Zentren, Gefäßzentren u.a.). Die Motive zur Zentrumsbildung sind dabei vielfältig:

  • Verbesserung der Qualität durch fachübergreifende Patientenversorgung
  • Stärkere Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung
  • Bessere Positionierung in einem zunehmend kompetitiven und ökonomisch ausgerichteten Gesundheitssystem
  • Optimale Außendarstellung durch Erweiterung des Diagnose- und Therapiespektrums

Zur Gewährleistung der mit dem Begriff „Gefäßzentrum“ suggerierten Qualität, ist es notwendig, personelle, apparative und therapeutische Standards zu definieren.

Seit sieben Jahren bietet die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin in Kooperation mit der Privaten Akademie DGG die Möglichkeit an, Gefäßzentren zu zertifizieren. Die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin erwies sich wieder als Pionier und Innovator mit der bahnbrechenden Idee, eine interdisziplinäre Zertifizierung von Gefäßchirurgie, Radiologie und Angiologie durchzuführen, welche in 2004 begonnen wurde und in ihrer Form erstmalig und einzigartig war. Viele Fachgesellschaften kommen auf die Gefäßchirurgie zurück, wenn es um Rat zum Thema der Zertifizierung geht. Die Krankenkassen in den Bundesländern Berlin, Rheinland-Pfalz und Saarland haben die Zertifizierung in ihrer Krankenhausplanung integriert.

Zur Zertifizierung muss ein schriftlicher Antrag ausgefüllt und eingereicht werden, welcher nach Sichtung der Antragsunterlagen an die Kommission Zertifizierung weitergeleitet wird. Die Kommission entscheidet über das Audit und bestimmt den Auditor für die Zertifizierung. Nach erfolgreichem Audit wird der Antragsteller offiziell als zertifiziertes Gefäßzentrum anerkannt und dementsprechend gelistet. Die bisher zertifizierten Gefäßzentren sind auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin aufgelistet.

Mitglieder der Sektion sind:

  • Dr. med. Hans-Peter Niedermeier (München) (Leiter)
  • Prof. Dr. med. Klaus Balzer (Mülheim) 
  • Dr. med. Hans-Joachim Florek (Freital)
  • Prof. Dr. med. Markus Steinabuer (Regensburg)
  • Dr. med. Thomas Umscheid (Bad Schwalbach)
  • Prof. Dr. med. Heiner Wenk (Bremen)